Bei jedem Brand entsteht auch Kohlenstoffmonoxid. Nicht allein deswegen sind Mehrfachgasmessgeräte längst Teil der Grundausstattung von Feuerwehren. Durch die zunehmende Zahl von Biogasanlagen sowie dem vermehrten Einsatz von gefährlichen Substanzen häufen sich ferner Unfälle bei denen unsichtbare, gesundheitsschädliche Gase austreten können. Da sich die Technik in den letzten Jahren wesentlich verbessert hat, haben etliche Feuerwehren der Inspektion Bad Kötzting ihr Interesse an der Beschaffung geeigneter Messgeräte  bekundet. Sie wurden deshalb am 3. Januar zu einer Informationsveranstaltung nach Arrach eingeladen.

Kreisbrandinspektor Michael Stahl hieß die Feuerwehrkameraden aus Lam, Arrach, Hohenwarth, Grafenwiesen, Rimbach, Bad Kötzting, Blaibach und Miltach, die der Einladung von Bernhard Hatzinger, Fachberater für Gefahrgut der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting, gefolgt waren, im Gerätehaus der Freiwilligen Feierwehr Arrach willkommen. Sein besonderer Gruß galt dem Referenten Lothar Eckrich, Berthold Birnthaler aus Parsberg, Bürgermeister Sepp Schmid sowie die Kreisbrandmeister Richard Richter und Heinz Schötz.
 
Lothar Eckrich aus Karlsruhe, der sich als Sicherheitsberater mit Schwerpunkt Brandschutz und Emergency Management, CBRNE-Planning  & Response und Gasmesstechnik bestens mit  Mehrfachmessgeräten auskennt, wählte für den Abend die wichtigsten Schwerpunkte bezüglich Funktion, Nutzen und Handhabung aus. Zunächst ging er auf die Frage ein, was überwacht werden sollte. Im Hinblick auf die Abschätzung der Gefahren durch das Einatmen giftiger Gase und Dämpfe wurden Einsatztoleranzwerte (ETW) ermittelt, die für die Feuerwehren von großer Bedeutung sind. Standard sollte ein Vier-Gas-Pump-Messgerät "mit  Ex, O2, CO und H2S" sein. Jeder weitere Sensor bedeutet eine Kostensteigerung sowohl bei der Anschaffung als auch im Unterhalt, zumal eine regelmäßige Wartung und Kalibrierung unumgänglich ist. Detaillierte Erläuterungen hierzu mit Beispielen aus dem Feuerwehr-Alltag bezüglich Evakuierung und Schutz der Gesundheit machten den Zuhörern die Bedeutung der Kalibrierung klar. Warum gerade die vier Sensoren für Explosionsgrenze (Ex), Sauerstoff (O2), Kohlenmonoxid (CO) und Schwefelwasserstoff (H2S) für den Einsatz bei der Feuerwehr zum Tragen kommen, veranschaulichte Eckert ebenfalls ausführlich. Auftretende Fragen wurden unmittelbar beantwortet. Schließlich ging der Referent auf die Bedienung der Mehrfachmessgeräte Ventis MX4 und MX 6 iBrid ein. Die Anwesenden konnten diese auch selber ausprobieren, so dass jeder erkennen konnte, dass deren Einsatz völlig problemlos ist.

Letztes Jahr hat der Landkreis Cham beschlossen Messgeräte der Fa. Siegrist zu beschaffen. Diese können in der Atemschutzwerkstatt Furth im Wald gewartet und kalibriert werden, was natürlich nicht nur Zeit sondern auch Kosten spart.  Sinnvoll wäre demnach eine einheitliche Ausrüstung, gegebenenfalls sogar eine Sammelbestellung.